Kursleiter:

Sebastian Hauschild 

Yogalehrer BDY / EYU


Mein Yogaweg im Überblick



2008      Erster Kontakt mit Yoga

 

2009      Yogaunterricht im Freundeskreis

 

2010      Start meiner vierjährigen Yogalehrerausbildung

    Inhalt:

  • Ayurveda
  • Anatomie
  • Unterrichtsgestaltung
  • Hatha- Yoga

Āsana Techniken
Prāṇāyāma
Mudrā
Shatkriyas
Meditationstechniken

  • Yoga-Philosophie

Sāṃkhya
Die Upanishaden
Bhagavad Gita
Haṭhapradīpikā
Gheraṇḍasaṃhitā
Patañjali

  • Sanskritgrundlagen


2011      Ich unterrichte Yoga

 

2013      Besuch des Kaivalyadhama Yoga Institute in Indien, Lonavla

  • Yogapraxis
  • Pañcakarma Kur

 

2014      Abschluss meiner Yogalehrerausbildung nach BDY/EYU

 

 

Interessen: Kampfsport, Inliner fahren, Schnorcheln, Kochen bzw. Ernährung im Allgemeinen, Physik und Naturwissenschaften, Sonne & Meer - Schnee & Berge :-)


Was Yoga für mich bedeutet

Tempel in Hampi, Indien, 2013

 

Yoga ist eine Jahrtausend Jahre alte, indische Tradition. Seine Wurzeln gehen nachweislich bis zu ~2500 Jahre v.Chr. zurück. Vermutlich sogar noch viel weiter. Er entwickelte sich über diese sehr lange Zeit zu einem komplexen, ganzheitlichen System zur Selbsterfahrung, -erforschung,

-entwicklung und Selbsterkenntnis.

 

Der Yoga ist ursprünglich ein Weg zur Selbsterkenntnis und wurde als spirituelle Praxis geübt. Dazu gehören Körperübungen (asanas), Atemtechniken (pranayama), Reinigungsübungen (kriyas), die den Körper und vor allem den Geist für die Meditation vorbereiten sollen und eine bewusste äußere und innere Haltung. In den alten überlieferten Schriften geht man davon aus, dass nur ein von Gedanken freier und klarer Geist zu dieser Selbsterkenntnis führt. Alles andere wird als Störung interpretiert, die unser „wahres Selbst“ verbirgt. Der Atem ist dabei ein sehr wichtiges Instrument.

 

Dieses Verhältnis wird gern mit einem Mond verglichen, der auf einen See schimmert. Der Mond selbst sieht sein Spiegelbild auf dem Wasser nur verzerrt, durch die Wellen auf dem Wasser. Erst wenn sich die Wellen glätten, kann der Mond sein wahres Spiegelbild, sein wahres Selbst, ungetrübt erkennen.
Wenn wir also die Gedankenwellen in unserem Geist glätten und zum Erliegen bringen, ist es uns möglich unser wahres Selbst zu erkennen. Oder zumindest uns dorthin anzunähern.

 

 

Jeder von uns hat sicherlich schon einmal diese Erfahrung gemacht, dass er unter der Dusche stand oder morgens aufstand und die Lösung eines Problems plötzlich parat hatte, obwohl er gerade nicht aktiv daran gedacht hatte. Unser Geist war frei und hatte dadurch volle Kapazität, um auf diese Lösung zu kommen.


Dieses „wahre Selbst“ ist das was wir Lebewesen im Kern sind. Wir können Berufe, Namen, Haarfarbe oder auch die Gewohnheiten ändern. Sogar unser Körper kann durch Unfälle eingeschränkt oder verändert werden. Doch etwas bleibt immer gleich. Es sind immer noch wir, die sich in diesem Körper befinden. Aus der Person Petra wurde durch einen Unfall nicht auf einmal ihre Nachbarin oder gar ein neuer Mensch. Er mag sich verändert haben oder eine veränderte Wahrnehmung besitzen, aber das Bewusstsein ist immer noch dasselbe wie zuvor. Was also ist es, was wir eigentlich im Innersten sind? Das was wahrnimmt, was schaut? Yoga gibt uns die Möglichkeit, das heraus zu finden.


*Yoga hat also viel mit dem Selbst, mit einem selbst zu tun und ist einer der Wege, den individuellen menschlichen Reifungsprozess bewusst zu gestalten und zu fördern. Dabei gibt es viele verschiedene Ansätze und Möglichkeiten, je nach Grundcharakter des einzelnen Menschen. Hatha- Yoga bietet mit der erst mal körperorientierten Herangehensweise für viele vom westlichen Kulturkreis geprägte Menschen den idealen Yoga-Einstieg. Als eine Art Lebenskunst unterscheidet sich Yoga jedoch von Gymnastik oder Akrobatik. So gut wie alle heutigen Yoga-Angebote basieren auf Hatha- Yoga bzw. haben sich aus ihm entwickelt. Das Ziel von Yoga ist Selbstverwirklichung. Hatha-Yoga kann uns auf dem Weg dahin unterstützen, denn das Ziel von Hatha- Yoga ist die Ausgleichung und Einheit unserer Gegensätze, der Polaritäten in Körper und Geist. Was bewirkt Hatha- Yoga (abhängig von der Regelmäßigkeit und Intensität der eigenen Praxis und individuellen Voraussetzungen):


Hampi, Indien, 2013

1. Optimierung erstaunlich vieler Körperfunktionen, bezogen vor allem auf


  • das Bewegungssystem
  • das Herzkreislaufsystem
  • die Atmung
  • den Stoffwechsel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Entwicklung von (z.B.):

  • Bewusstheit (Sich-Selbst-Bewusst-Sein)
  • Achtsamkeit / Präsenz (beides einhergehend mit Bewusstheit)
  • Ausgeglichenheit
  • Klarheit
  • innerer Stärke und
  • einem hohen Maß an Kreativität (für alle Lebensbereiche und für die Meisterung der vielfältigen Herausforderungen)

 

 3. Yoga fördert die erfahrbare Einheit von Körper, Gemüt und Geist und das harmonische Zusammenwirken aller Ebenen des menschlichen Seins. Und Humor kommt im besten Fall auch nicht zu kurz.

 

 

 

In einer Zeit der Reizüberflutung und Leistungsorientierung wird das Zur-Ruhe-Kommen und Zu-Sich-Kommen für immer mehr Menschen zum Bedürfnis. In der Stille (was vor allem innere Stille meint - viele sind ständig in Gedanken und dadurch abgelenkt vom bewussten Erleben) können wir das pure Sein als etwas voller Kraft und Frieden erfahren. Diese innere Stille mit in den Alltag zu nehmen, kann uns effektiver, konstruktiver und freudiger die Situationen und Aufgaben des Lebens meistern lassen. Nicht zuletzt aufgrund dieser umfassenden Wirksamkeit ist Hatha- Yoga mittlerweile eine anerkannte Methode im Rahmen der Gesundheitsförderung und in der Prävention. Krankenkassen bezuschussen unter bestimmten Voraussetzungen i. d. R. einen Kurs pro Jahr.





* Quelle: Yogaschule Dresden, Roland Kühne, "Was ist Yoga"